Stolperstein Geschichten Aurich

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Stolperstein Geschichten Aurich

16,80  inkl. MwSt.

Ulrich Völkel (Hrsg.)

Aurich war einst Hauptstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Ostfriesland, wovon noch heute prächtige Bauwerke zeugen. Zur Geschichte der Stadt gehört ein vielfältiges jüdisches Leben, dessen Anfänge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Aurich ist ohne den Beitrag jüdischer Bürger kaum denkbar. 1933 machten sie 6,5 Prozent der Bevölkerung aus. 1940 war Aurich als Folge rassistischer Pogrome, Vertreibung und Ermordung „judenfrei“, wie es im Jargon der Nationalsozialisten hieß. Die Stadt war eines wesentlichen Teils ihrer „Seele“ beraubt.

Liest man die Biografien der in diesem Buch vorgestellten Personen, begreift man den Verlust, der der Stadt zugefügt wurde. Umso wichtiger sind die Bemühungen der Auricher Bürger, sich ihrer Geschichte zu stellen und durch Erinnerungsstätten Mahnmale des Gedenkens zu schaffen, die vor allem auch in die Zukunft weisen wollen: Nie wieder darf es ein solches Verbrechen geben!

Autor dieses Bandes: Bernd-Volker Brahms
Vorwort: Jörg Armbruster

Artikelnummer: 978-3-945294-19-2 Kategorie: Schlüsselworte: , ,

Beschreibung

Ulrich Völkel (Hrsg.)

Stolperstein Geschichten Aurich

Der Bildhauer Gunter Demnig leistet mit seiner inzwischen europaweit verwirklichten Idee, den Menschen, die durch die Nationalsozialisten entwürdigt, ermordet und zu reinen Zahlen degradiert wurden, ein Denkmal in Gestalt der „Stolpersteine“ zu setzen, einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit unserer Geschichte.

Der Eckhaus Verlag Weimar greift diese Idee auf und gibt mit einer Buchreihe den Namen ausgewählter Persönlichkeiten ein Bild und den Menschen ihre Lebensgeschichte zurück. „Stolperstein-Geschichten Aurich“ ist nach „Stolperstein-Geschichten Weimar“ der zweite Band zu einer im Eckhaus Verlag erscheinenden Serie. In über 1.000 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas liegen bereits Stolpersteine. Hinter jedem dieser Steine steckt eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.

Eine Recherchegruppe hat in jahrelanger Arbeit zu den vielen Stolpersteinen die Lebens- und Schicksalsdaten rekonstruiert – aber auch Kontakt zu Zeitzeugen und Angehörigen aufgenommen und so eine Brücke in die heutige Zeit geschlagen. Durch die Spurensuche, die in Aurich schon weit vor den Stolpersteinen einsetzte, werden die Schicksale dem Vergessen entrissen und auch Versöhnung möglich gemacht.

Zu den Biografien schaffen Rahmentexte wie ein Interview mit Gunter Demnig und ein Bericht über das Durchgangslager Westerbork (Niederlande) ein umfassendes Bild. Als Zusatzmaterial dient ein beigelegter Stadtplan der Stadt Aurich mit „Orten des Gedenkens“.

Die Bücher der Reihe „Stolperstein-Geschichten“ werden dank zahlreicher Sponsoren an die Schulen der Stadt verteilt, können aber auch käuflich erworben werden. Wir sehen einen wichtigen Effekt darin, den Lesern Geschichten aus ihrer eigenen Stadt zu präsentieren, um dem Geschichtswissen über die NS-Verbrechen ein deutliches und fassbares Gesicht zu geben.

Helfen Sie mit, diese Buchreihe zu verwirklichen.

Über 25 deutsche Städte haben bereits Interesse bekundet, sich mit Lebensgeschichten zu den Stolpersteinen ihrer Stadt in unsere Buchreihe einzubringen. Der Eckhaus Verlag sieht sich also einer großen Aufgabe für die kommenden Jahre gegenüber. Unser Engagement bei der Herstellung der Bücher ist dabei ehrenamtlich. Deshalb sind wir jederzeit dankbar für Sponsoren, die sich mit der Finanzierung eines Klassensatzes für die Schüler ihrer oder einer anderen Stadt engagieren. Auch einzelne Bücherspenden sind willkommen, diese fassen wir jeweils zu Sammel-Klassensätzen zusammen.

Die Autoren dieses Bandes:

Bernd-Volker Brahms, Jg. 1969, ist Journalist und stammt gebürtig aus Leer. Er ist Redaktionsleiter der „Volksstimme“ in Stendal. Sein Geschichts- und Deutschstudium in Göttingen schloss er 2001 mit einer Arbeit über die Darstellung des Holocaust in der Literatur am Beispiel von Peter Weis’ „Die Ermittlung“
ab. Mit einem Journalistik-Stipendium des American Council on Germany konnte er 2004 in den USA zahlreiche Interviews mit Holocaust-Überlebenden führen. Zuvor hatte er bereits 2003 mehrere Monate bei der deutsch-jüdischen Zeitung „Aufbau“ in New York gearbeitet. Neben historischen und politischen Themen gehört auch der Badmintonsport zu seiner Passion, er berichtete bereits von sechs Olympischen Spielen und zahlreichen Weltmeisterschaften.

Recherchiert vom „Arbeitskreis Stolpersteine“: Günther Lübbers, Brigitte Weber, Hans-Jürgen Westermayer, Jörg Peter, Astrid Parisius, Dr. Sandra Weferling, Christiane Meissner, irmtraut Schulze-Rodenberg, Bernd-Volker Brahms, Ulrich Kötting, Wolfgang Freitag, Helga Oldermann, Hinrich Schmidt, Hendrik Siebolds, Hans-Gerd Meyerholz, Johann Bontjer, Reinhard Warmulla, Rolf von der Recke, Hilmar Dunkmann †

recherchiert haben außerdem: Schülergruppen des Gymnasiums Ulricianum Aurich, Jürgen Hoogstraat mit Jugendkreis Kirche Victorbur, Konfirmandengruppe der reformierten Kirche Aurich Jahrgang 2015, Meike Rewerts, Gilda Menssen, Rudolf Junkmann mit Klasse FOT BBS II Aurich, Alexander Wiebel – IGS Aurich-West, Gerald Fiene – IGS Aurich-Ost, Ilse Rüttgens-Schlette mit Förderschule KME Aurich und Lenchen Holthuis, Susanne Hermanns – HTG Ihlow, Ingeborg Kleinert – Grundschule Rechtsupweg, Maria Deters, Franz Kampers, Petra Quintini, Johannes Mennen, Angelika Enders, Neelke Lieutenant

OZ – 25.08.18
Emder Zeitung 25.08.2018

Zusätzliche Information

Gewicht 458 g
Größe 19 x 19 x 1.5 cm
Bindung

Hardcover, Fadenheftung

Seitenzahl

180

Abbildungen

mit vielen Dokumenten und Originalfotos

Andere Formate

keine

ISBN

978-3-945294-19-2

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