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Wild Kitchen Project

Autor Jana Rogge, Stephan Berghaus (Hrsg.)
Titel Wild Kitchen Project
Untertitel Rezepte und Erfahrungen für Liebhaber von Wild, BBQ und Outdoorküche
Seitenzahl 176
Einband Hardcover, Fadenheftung
ISBN 978-3-945294-13-0
Preis (D) 19,95 €

Buchauszug: Unsere Philosophie

Wahrheiten sind simpel. Zum Beispiel diese: Wir mögen keine Massentierhaltung. Und mit dieser Meinung sind wir wohl nicht allein. Um etwas zu bewirken, reicht es aber nicht, „dagegen“ zu sein. Es braucht Entscheidungen, Ideen oder Alternativen.

Manche lösen das Dilemma, indem sie komplett auf Fleisch verzichten. Im Sinne des Problems sicher eine passende Lösung. Leider nicht für uns – denn wir essen gern Fleisch. Unser Vorschlag ist, sich wieder (zurück) zu besinnen auf das, was vor dem eingeschweißten Schnitzel im Supermarktregal war: Das ganze Tier. Wer es schlachtet, um es zu essen, sollte mehr kennen als nur Schnitzel, Rücken und Nackensteak.

Für jedes Schnitzel, was in der Auslage liegt, muss es irgendwo auch den Rest vom Tier geben. Der wird in unserer Küche zunehmend weniger verarbeitet. Nach Wurst und Hundefutter bleibt dann leider einiges übrig, was weggeworfen wird. Die „Welt“ titelte bereits 2012: „20 Millionen Schweine landen pro Jahr im Müll“. In Deutschland. Damit sind natürlich nicht 20 Millionen ganze Schweine gemeint. Das sind eben – unter anderem – diese Reste, die entstehen, weil der Ladenpreis für Fleisch extrem niedrig geworden ist und die Kunden dank des Überangebotes nur die besten Stücke kaufen.

Wir schlagen also vor: Beginnen wir wieder damit, das ganze Tier zu verwerten. Sehen wir hinter dem Steak das Lebewesen, das wir achten. Im Gegensatz zu Mastvieh kann Weidevieh und noch viel mehr das Wild bis zu seinem Tod ein natürliches und würdiges Leben führen. Die Ernährung ist natürlich, die Lebensweise in Herde oder Rotte ebenso. Im Fleisch findet man weder Antibiotika noch Wachstumshormone. Vom Jäger oder aus dem Wildfleischhandel kann man ganze Stücke beziehen. Es schadet nicht, seinem Essen einmal „in die Augen zu sehen“. Das bedeutet nicht, dass jeder jetzt lernen muss, wie man ein Tier komplett zerlegt – wie so oft im Leben wird es reichen, wenn man jemanden kennt, der das kann. Wichtig ist in unseren Augen, sich zu vergegenwärtigen, was man da isst. Welches Fleisch sitzt wo? Was eignet sich für welche Garmethode?

Aus dieser Überlegung heraus entstand das „Wild Kitchen“-Projekt. Wir sammeln Ideen und Erfahrungen rund um die Küche mit Wild. Fernab vom allseits bekannten Hirschbraten mit Wacholderbeeren, den so mancher bei der Erwähnung des Wortes „Wild“ sofort auf der Zunge hat. Und natürlich geht es immer auch um die Frage, wie man das besonders lecker zubereitet. BBQ-Grill und Smoker, Dutch Oven und Drehspieß sind dabei unsere Geräte. Back to the roots.
Unsere Dokumentation hier wird keine Sammlung von Grillrezepten. Wir gehen davon aus, dass ihr euer Gargerät der Wahl bedienen könnt. Und dass ihr nicht zum ersten Mal ein Stück Fleisch röstet. Holt euch Ideen, Anregungen und vielleicht könnt ihr von unseren Erfahrungen auch ein wenig für die eigene Küche profitieren. Wer uns fragen will, kann das gern tun.

Your Content Goes HereDieses Kochbuch richtet sich an die Liebhaber von Wildfleisch und Outdoorküche. Wer Wild bisher nur als Braten oder Gulasch kennt und gleich den typischen Geschmack von Lorbeer, Wacholder und Rotweinsauce auf der Zunge hat, kann hier noch einiges entdecken.

Wir nutzen Grill, Dutch Oven und Mangalspieß, um die vielfältigen Geschmacksnuancen der Küche auszureizen. Selbst ungewöhnliche Wildsorten kommen auf den Teller. In diesem Buch findet man über 60 Rezepte, vom Hasen-Sauerbraten über Pulled Deer und Wildschwein-Flammkuchen bis hin zu Hirschrouladen, Bratwurst oder Hackbraten. Neben exotischen Rezepten wie Krähenstrudel und Waschbäreintopf finden sich auch Klassiker wie Rippchen und Rückenbraten.

Gesundes Wild: Wild – gesund und nachhaltig, fettarm und naturschonend – für uns das perfekte Fleisch.

From Nose to Tail: Warum immer nur Rücken und Keule, wenn man das ganze Tier essen kann? Es ist nicht nur respektvoller, sondern macht auch Laune, alte Rezepte neu zu interpretieren.

BBQ und Outdoor: Kochen über offenem Feuer, die Romantik von Flamme und Rost hat uns schwer erwischt …

Das Wild Kitchen Project ist ein Zusammenschluss von vier BBQ- und Dutch-Oven-Teams aus ganz Deutschland, die sich gemeinsam zum Grillen und Kochen treffen und für ihr Projekt einen Internetblog betreiben. Ihre gesammelten Erfahrungen gibt es nun erstmals gesammelt in diesem Buch.

Wild Kitchen Project 2.0

Autor Jana Rogge, Stephan Berghaus (Hrsg.)
Titel Wild Kitchen Project 2.0
Untertitel Rezepte und Erfahrungen für Liebhaber von Wild, BBQ und Outdoorküche
Seitenzahl 176
Einband Hardcover, Fadenheftung
ISBN 978-3-945294-21-5
Preis (D) 19,95 €

Buchauszug: Vorwort

Das erste Buch unseres Wild Kitchen Projects traf auf eine überwältigende Resonanz, mit der wir nicht gerechnet hatten. Wir wurden gebeten, noch mehr zu erzählen – und das tun wir hiermit. Nicht nur mit dem zweiten Buch, sondern auch mit verschiedenen Kursprogrammen sind die einzelnen Teams in der gemeinsamen Mission mittlerweile unterwegs.

Unser Anspruch an dieses Buch ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen, die sich mit unserer Philosophie identifizieren können, ob Jäger oder BBQ-Fans, Hobbyköche am heimischen Herd oder Outdoorköche am Lagerfeuer. Die Komplettverwertung der erlegten Stücke ist uns dabei ebenso wichtig wie die Geschmackserfahrungen jenseits des klassischen Hirschbratens, dessen Aroma nach Lorbeer und Wacholder so mancher bei der Erwähnung des Wortes „Wild“ sofort auf der Zunge hat. BBQ-Grills und Smoker, Dreibein, Drehspieß und Dutch Oven sind dabei unsere Geräte. Back to the roots.

Deshalb liegt das Hauptaugenmerk auf der Nachkochbarkeit unserer Rezepte. Einfach nachzumachen, und ganz klar – was am Lagerfeuer funktioniert, klappt in der Küche allemal.

Wir gehen einfach mal davon aus, dass ihr euer Gargerät der Wahl bedienen könnt. Unsere Rezepte sollen anregen, Ideen geben, Appetit machen – und keinesfalls nur eine 1:1-Bauanleitung für explizite Gerichte sein. Macht es wie wir und experimentiert! Wer uns fragen will, kann das gern tun. Wir freuen uns immer über Feedback.

Guten Appetit! wünschen die Teams

Unsere Lebensmittelproduktion verursacht massive Umweltprobleme, ist wesentliche Ursache für den Klimawandel, für das Arten­sterben und sorgt in vielen Teilen der Erde für Armut, Ausbeutung und Elend. Die Lebensmittelverschwendung steigt auf Rekordniveau. Mit den Lebensmitteln, die derzeit weltweit produziert werden, könnten wir mehr als die Weltbevölkerung satt machen. Stattdessen verwenden wir unser Getreide als Tierfutter oder verarbeiten es zu Kraftstoff und nennen diesen dann Biodiesel. Unser Ernährungssystem ist krank.

Zum Synonym für dieses kranke System ist der Begriff Massentierhaltung geworden. Erschreckende Bilder rauschen über unsere Bildschirme. Fleischkonsum gilt als verächtlich. Die Frage, wie wir zukünftig leben wollen, drängt sich in unser Ernährungsbewusstsein. Manche finden die Antwort im Verzicht auf tierische Lebensmittel. Andere suchen Lösungen abseits abgetretener Wege, begeben sich auf die Suche nach dem Außergewöhnlichen.

Die Macher des Wild Kitchen Projects sind diese anderen. Sie sind Jäger, Fleischexperten und BBQ-Liebhaber. Ein Zusammenschluss von Menschen, die sich gemeinsam auf den Weg machen. Immer wieder gehen sie auf die Jagd, erlegen das Tier, zerlegen es, verwerten es gänzlich. Zubereitet am Grill, im Dutch Oven, über dem offenen Feuer haben sie dabei den Genuss wiederentdeckt. Den bewussten Genuss, den, der ohne Reue, ohne den faden Beigeschmack eines kranken Ernährungssystems auskommt.

Wildtiere leben in der Natur. Wenn wir artgerecht lebende Tiere finden wollen, dann müssen wir genau dorthin. Dorthin, wo der Mensch möglichst wenig in das natürliche System eingreift. Dorthin, wo der Jäger mehr Heger denn Erleger ist und als solcher dafür sorgt, dass das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt. Ein Gleichgewicht, bei dem sich der Mensch zurücknimmt, leiser wird, aufhört den Takt zu bestimmen und stattdessen dem Pulsschlag der Natur folgt.

Das gelingt immer dann, wenn dem Tier möglichst viel Freiraum gegeben wird, sich natürlich zu entwickeln. Nicht immer ist hier die freie Wildbahn die einzige Möglichkeit. Gatter- oder Weidetiere, lange domestizierte Tierrassen, können genauso gesund aufwachsen wie Wildtiere. Bestenfalls ist dem Züchter noch der Weideschuss erlaubt und dem Tier bleibt der Weg ins Schlachthaus erspart.

Nun ist das Wild Kitchen Project viel mehr als ein Aufruf, mehr Wildfleisch zu essen. Denn nach der Jagd geht die wilde Küche erst richtig los. Da sind die Barbecuemeister gefordert, da kommt die Grillkunst ins Spiel, da fangen die Aromen an zu tanzen. Es wird Feuer gemacht und experimentiert. Alte Rezepte werden neu interpretiert, das Klassische wird außergewöhnlich, ganz Neues wird erfunden. Aus dem beliebten Leberkäse wird ein Rehleberkäse und das Surf ’n’ turf wird ziemlich wild. Die Keule vom Rost lädt förmlich dazu ein, sie am Lagerfeuer zu essen, und bei den Kohlrouladen würde selbst die bestkochende Oma ihr Rezept ins Feuer werfen.

Das Wild Kitchen Project schärft das Bewusstsein für gute Fleischqualitäten, bringt bisher Unbekanntes auf unsere Teller, sorgt für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse und erlaubt uns, endlich wieder unser Essen zu genießen. Am besten trifft man sich dazu mit Freunden am offenen Feuer.

Sandra Schröder, Februar 2018

Nachdem das erste Buch des Wild Kitchen Projects von vielen Seiten – Jägern, BBQ-Fans und Outdoorfreunden – einen unerwartet großen Zuspruch erfahren hat, sahen sich die Projekt-Teams angespornt, ihren Weg weiter zu verfolgen. Wieder dreht sich alles um die Outdoorküche in ihren vielen Facetten.

Gerade die Herkunft des Fleisches ist in den Augen der Autoren weit mehr als nur „Geschmacks­sache“. Während im ersten Band vor allem das Wild über der Flamme brutzelt, schauen die Teams neben der Faszination Wildbret sprichwörtlich über den Tellerrand, denn von der Wildsau bis zum artgerecht gehaltenen Weideschwein besteht hinsichtlich der Lebensqualität der Tiere nur ein geringer Unterschied.

Unter dem Motto „from nose to tail“ werden alte Rezepte neu interpretiert und Grillklassiker auf andere Tier­arten übertragen. Wie wäre es also mit einem T-Bone-Steak vom Hirsch, Fleisch­käse aus Wildbret oder der guten alten Ochsenschwanzsuppe aus dem Dutch Oven?

Das Wild Kitchen Project ist ein Zusammenschluss von einigen BBQ- und Dutch-Oven-Teams aus ganz Deutschland, die sich gemeinsam zum Grillen und Kochen treffen und für ihr Projekt einen Internetblog betreiben. Nachdem das erste Buch ein voller Erfolg wurde und bereits in der zweiten Auflage im Handel ist, arbeiteten die Teams am Band 2, in dem es neben dem Wildbret auch um Weidefleisch aus artgerechter Haltung geht. Dazu holten sie sich mit „Don Marco“ Greulich, World Barbecue Champion und mit über 40 Titeln einem der erfolgreichsten Griller Europas, prominente Unterstützung und viele neue kreative Ideen ins Boot.

Der Zeitungsleser.

Autor Pierre Deason-Tomory
Titel Der Zeitungsleser.
Untertitel Kurze Geschichten aus Weimar und woanders
Seitenzahl 188
Einband Taschenbuch, Fadenheftung
ISBN 978-3-945294-48-2
Preis (D) 12,80 €

Zum Buch

In diesem Band sind fast 60 kurze Geschichten und kleine Dramen versammelt. Es sind Beobachtungen von Vorfällen, die sich in Weimar oder woanders ereignet haben. Alles genau so geschildert, wie es sich zugetragen hat, wenn nicht vom Autor frei erfunden oder abgeschrieben. Eingang gefunden haben Texte, die alle, bis auf sechs unentschuldigt fehlende, zwischen 2017 und 2020 im Feuilleton der Tageszeitung junge Welt erschienen sind. Die sorgsame Auswahl erfolgte nach objektiven Gesichtspunkten. Alles früher vom Autor Verfasste wurde aussortiert, als jemand in noch schlechteren Zeiten mit diesen Manuskripten die Wohnung geheizt und Zigaretten gedreht hat.

In diesem Band sind fast 60 kurze Geschichten und kleine Dramen versammelt. Es sind Beobachtungen von Vorfällen, die sich in Weimar oder woanders ereignet haben. Alles genau so geschildert, wie es sich zugetragen hat, wenn nicht vom Autor frei erfunden oder abgeschrieben. Eingang gefunden haben Texte, die alle, bis auf sechs unentschuldigt fehlende, zwischen 2017 und 2020 im Feuilleton der Tageszeitung junge Welt erschienen sind. Die sorgsame Auswahl erfolgte nach objektiven Gesichtspunkten. Alles früher vom Autor Verfasste wurde aussortiert, als jemand in noch schlechteren Zeiten mit diesen Manuskripten die Wohnung geheizt und Zigaretten gedreht hat.

Der Autor ist an einem tristen Januartag 1969 in einem Armee-Krankenhaus in Nürnberg geboren worden. Die Eltern mussten ihn wieder mitnehmen, weil er wegen mangelhafter Ausführung vom Umtausch ausgeschlossen war. Zwischen 1975 und 1986 besuchte er wiederholt die Schule, allerdings erfolglos, weil immer jemand rechtzeitig die Türe abgeschlossen hatte. Seine akademische Laufbahn schloss er mitten im neunten Schuljahr ab. Er hat ein Zeugnis mit Noten bekommen.

Er musste schon mit 17 Jahren ein Volontariat beim Radio beginnen, weil er beim örtlichen Grabsteinhersteller keine Anstellung fand. In den folgenden 20 Jahren beging er bei 14 Sendern in sechs Städten kapitale Rundfunkverbrechen, unter anderem bei Jugendradio DT 64, Radio Hamburg und 98.8 KISS FM Berlin. Es folgte eine Durststrecke als gewissenloser Politik-Funktionär. Heute ist Deason-Tomory in der Weimarer Textindustrie als Hersteller ungereimter Dichtungen tätig. Er veröffentlicht regelmäßig Kurzgeschichten, Glossen und Grotesken in der Tageszeitung „jungen Welt“.